Influenza-Impfung für Kinder
Fachärztin für Kinder- & Jugendheilkunde
Influenza-Impfung: Die Influenza-Impfung ist eine Schutzimpfung gegen die Virusgrippe (Influenza). Sie hilft, eine Infektion zu verhindern oder einen schweren Krankheitsverlauf zu vermeiden.
- Letztes Update: 24.08.2026
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Typische Symptome sind starkes Krankheitsgefühl, Fieber, Kopf-, Muskel- und Gliederschmerzen, Halsschmerzen, Husten, Schnupfen, Durchfall, Übelkeit sowie Appetitlosigkeit.
Die jährliche Auffrischung ist besonders für Kinder ab 6 Monate, Personen ab 60 Jahren, Schwangere, chronisch Kranke, Pflegepersonal und Personen mit vielen sozialen Kontakten wichtig.
Zur Auswahl stehen Tot- und Lebendimpfstoffe, abhängig von Alter, Grunderkrankungen und Risiko. Der Impfschutz hält etwa ein Jahr.
Was ist Influenza?
Influenza, auch als die echte Grippe bekannt, ist eine ansteckende Erkrankung, die vor allem in der kalten Jahreszeit auftritt. Sie wird durch Influenza-Viren verursacht und verbreitet sich leicht von Mensch zu Mensch im Alltag.
Die Übertragung erfolgt durch Tröpfchen- oder Schmierinfektionen, also z.B. beim Niesen, Husten oder Sprechen. Die Ansteckung ist aber auch über Hände oder Gegenstände möglich. Jährlich erkranken etwa 5 bis 15 Prozent der Bevölkerung während der Grippewelle an Influenza.Symptome und Beschwerden bei einer Grippe
Eine Influenza-Infektion kann in allen Altersgruppen auftreten und sehr unterschiedliche Verläufe zeigen. Manche Menschen haben kaum Symptome, andere leiden unter starkem Krankheitsgefühl und hohen Beschwerden. Erste Symptome treten meist innerhalb von ein bis zwei Tagen nach der Infektion auf.
Typische Symptome der Grippe:
Starkes Krankheitsgefühl
Fieber, Kopf-, Muskel- und Gliederschmerzen
Halsschmerzen
Trockener Husten
Teilweise starker Schnupfen, Durchfall, Übelkeit, Appetitlosigkeit und Erbrechen
Warum gegen Influenza impfen lassen?
Eine Impfung gegen Influenza schützt wirksam vor einer Erkrankung und reduziert das Risiko für einen schweren Verlauf. Da manche Infizierte keine Symptome zeigen, aber dennoch ansteckend sind, kann sich das Virus sehr schnell ausbreiten. Die Impfung trägt also auch zum Schutz anderer bei.
Die Grippeimpfung verhindert zwar nicht grundsätzlich einen grippalen Infekt durch andere Viren, bietet aber einen zuverlässigen Schutz gegen Influenza selbst. Seit Herbst 2023 ist das öffentliche Impfprogramm (ÖIP) in Österreich für alle kostenlos verfügbar.
Die Impfung wird bei vielen niedergelassenen Ärztinnen und Ärzten angeboten, außerdem bei Impfaktionen in Betrieben, Alten- und Pflegeheimen sowie in Krankenanstalten, Betreuungs- und Sozialeinrichtungen.
Der beste Zeitpunkt für die Impfung liegt zwischen Mitte Oktober und Ende November, sie kann jedoch auch während der gesamten Grippe-Saison durchgeführt werden.
Influenza-Impfung für Kinder
Das Nationale Impfgremium empfiehlt die Grippeimpfung in Österreich ab dem vollendeten 6. Lebensmonat. So sollen Kinder vor schweren Verläufen geschützt werden.
Bei der Erstimpfung vor dem 9. Geburtstag sind zwei Dosen im Abstand von mindestens vier Wochen nötig. Danach folgt eine jährliche Auffrischung. Ab dem 2. Lebensjahr können Kinder und Jugendliche alternativ auch einen Lebendimpfstoff als Nasenspray erhalten.
Da sich die Influenzaviren ständig verändern, wird auch der Grippe-Impfstoff jedes Jahr angepasst. Die Impfung kann zwar nicht die Grippeerkrankung vollständig verhindern, reduziert aber das Risiko für schwere Verläufe, Spitalsaufenthalte und Komplikationen erheblich. Dieses Thema bleibt also besonders relevant für den Schutz der öffentlichen Gesundheit.
Empfehlungen für Erwachsene und ältere Menschen
Erwachsene und ältere Menschen sollten sich jährlich gegen Influenza impfen lassen, da sich die Grippeviren ständig verändern und nur so ein zuverlässiger Schutz besteht. Besonders wichtig ist die Impfung für folgende Personengruppen:
Personen ab 60 Jahren
Personen mit bestimmten chronischen Erkrankungen oder geschwächtem Immunsystem
Personen mit starkem Übergewicht
Schwangere, Stillende und Frauen mit Kinderwunsch
Säuglinge ab vollendetem 6. Monat sowie Kleinkinder
Personal im Gesundheits- und Pflegebereich sowie Betreuungspersonal
Personal in Kinderbetreuung, Alten- und Pflegeheimen
Personen mit vielen sozialen Kontakten
Welche Influenza-Impfstoffe gibt es?
In Österreich stehen zwei Haupttypen von Influenza-Impfstoffen zur Verfügung: Totimpfstoffe (inaktiv) und Lebendimpfstoffe. Welcher Impfstoff für eine Person geeignet ist, entscheidet die Kinderärztin oder der Kinderarzt anhand von Lebensalter, Grunderkrankungen und individuellen Risiken.
Für Kinder bis zum vollendeten 2. Lebensjahr sowie für Kinder mit Kontraindikationen gegen Lebendimpfstoffe wird ein inaktiver Totimpfstoff eingesetzt. Dieser wird in der Regel als Spritze verabreicht.
Kinder und Jugendliche ab dem 2. Lebensjahr bis zum vollendeten 18. Lebensjahr können alternativ auch eine intranasale Lebendvakzine erhalten – also einen Lebendimpfstoff als Nasenspray (besonders kindgerecht). Alle in Österreich zugelassenen Influenza-Impfstoffe enthalten die von der WHO und der EMA für die jeweilige Saison empfohlenen Virus-Stämme.
Häufige Fragen und Antworten
Wann sollten Kinder gegen Grippe geimpft werden?
Kinder sollten ab dem vollendeten 6. Lebensmonat gegen Grippe geimpft werden. Bei der Erstimpfung vor dem 9. Geburtstag sind zwei Dosen im Abstand von mindestens vier Wochen nötig. Danach reicht eine jährliche Auffrischung, da sich die Influenzaviren ständig verändern.
Besonders wichtig ist die Impfung für Kinder mit chronischen Erkrankungen oder erhöhtem Ansteckungsrisiko. Der beste Zeitpunkt für den Impftermin liegt zwischen Mitte Oktober und Ende November. Wie lange hält die Influenza-Impfung?
Die Influenza-Impfung schützt in der Regel für etwa ein Jahr. Da sich die Grippeviren ständig verändern, ist eine jährliche Auffrischung notwendig. Besonders bei Risikogruppen ist der Schutz wichtig, um schwere Krankheitsverläufe zu verhindern.
Doch auch gesunde Personen sollten sich jährlich impfen lassen, um die Verbreitung der Virusgrippe einzudämmen. Der Impfschutz beginnt ungefähr zwei Wochen nach der Impfung. Welche Nebenwirkungen können auftreten?
Nach einer Influenza-Impfung können leichte Nebenwirkungen auftreten, die meist ein bis drei Tage andauern. Darunter Rötungen, Schwellungen oder Schmerzen an der Einstichstelle. Dazu kommen gelegentlich Fieber, Kopf- und Gliederschmerzen, Müdigkeit oder Unwohlsein. Auch Übelkeit oder geschwollene Lymphknoten sind möglich.
Diese Reaktionen sind normal und zeigen, dass das Immunsystem auf den Impfstoff reagiert. Das Ausbleiben von Nebenwirkungen bedeutet aber nicht, dass die Impfung nicht wirkt.