Keuchhusten Impfung für Kinder
Fachärztin für Kinder- & Jugendheilkunde
Keuchhusten Impfung: Die Keuchhusten Impfung schützt vor einer der häufigsten Infektionskrankheiten der Atemwege – Pertussis. Eine Ansteckung mit Keuchhusten-Bakterien kann nämlich zu Hustenanfällen und im schlimmsten Fall zum Atemstillstand führen. Besonders hoch ist das Risiko für Säuglinge.
- Letztes Update: 24.08.2026
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Häufig beginnt eine Infektion mit Symptomen wie Husten und Schnupfen, die sich zu schweren Hustenanfällen entwickeln und je nach Krankheitsverlauf auch Komplikationen zur Folge haben können.
Die Ansteckung mit Keuchhusten erfolgt per Tröpfchen, z.B. beim Husten oder Niesen. Die Erreger sind hochansteckend, weshalb eine Immunisierung so wichtig ist.
Durch die hohe Ansteckungsgefahr und das noch nicht vollständig entwickelte Immunsystem, kann es besonders bei Säuglingen schnell zu Komplikationen kommen. Diese erfordern eine aufwändige Behandlung und können im schlimmsten Fall tödliche Folgen haben.
Das Nationale Impfgremium empfiehlt eine Immunisierung grundsätzlich besonders für Säuglinge wie auch für ältere Menschen, da diese häufiger unter schweren Krankheitsverläufen leiden.
Was ist Keuchhusten?
Bei Keuchhusten (Pertussis) handelt es sich um eine hoch ansteckende Krankheit der Atemwege. Die Übertragung der Bakterien erfolgt per Tröpfcheninfektion, z.B. beim Niesen, Husten und über die Atemluft.
Eine Ansteckung ist grundsätzlich in jedem Alter möglich – ob im Kindesalter, bei Jugendlichen oder Erwachsenen. Doch besonders für Säuglinge bedeutet die Keuchhusten Erkrankung ein großes Risiko. Im schlimmsten Fall kann sie sogar lebensbedrohlich sein.
Häufige Symptome
Erkrankte Personen beklagen sich häufig über Symptome, die auch für eine klassische Erkältung typisch sind:
Husten
Schnupfen
Fieber
Erbrechen
Diese entwickeln sich jedoch oft zu schweren Hustenanfällen, die teilweise monatelang anhalten. Besonders bei Säuglingen und älteren Personen können auch Komplikationen auftreten, darunter Lungenentzündungen, Mittelohrentzündungen, Schäden am Gehirn und Krampfanfälle bis hin zum Atemstillstand. Die Krankheitsverläufe unterscheiden sich von einer betroffenen Person zur anderen.
Krankheitsverlauf in 3 Stadien
Der Krankheitsverlauf lässt sich im Grunde in drei Stadien einteilen:
| Stadium | Beschreibung |
|---|---|
| Stadium catarrhale | Die erkrankte Person ist bereits hochansteckend und beklagt meist erkältungsähnliche Symptome wie Husten, Schnupfen und Fieber. |
| Stadium convulsivum | Nach 1–2 Wochen tritt das typische Krankheitsbild auf: krampfartige Hustenanfälle, teilweise bis hin zum Erbrechen. Für Neugeborene und Säuglinge können sie im schlimmsten Fall zum Atemstillstand führen. Dazu kommen unter Umständen Schlaf- und Appetitlosigkeit. |
| Stadium decrementi | Die Hustenattacken klingen allmählich ab, der Reizhusten kann allerdings noch längere Zeit auftreten. |
Die Ansteckungsfähigkeit der Keuchhusten Erkrankung beginnt mit Auftreten der ersten Symptome. Die Inkubationszeit beträgt in der Regel drei bis zwölf Tage. Zur Behandlung kommen Antibiotika zum Einsatz. Diese lindern die Beschwerden und können die weitere Übertragung der Erreger verhindern.
Leider besteht nach einer überstandenen Erkrankung mit Keuchhusten keine anhaltende Immunität. Daher ist der beste Schutz die Impfung, die im kostenfreien Impfprogramm in Österreich enthalten ist.
Vorteile der Keuchhusten (Pertussis) Impfung für Kinder
Eine Impfung gegen Keuchhusten bietet einen zuverlässigen Schutz vor der Krankheit, besonders für Säuglinge und Kinder. Damit reduziert sich das Risiko schwerer Verläufe, Krankenhausaufenthalte und Komplikationen. Gleichzeitig trägt die Impfung zur Erhaltung der Gesundheit von Familienmitgliedern und dem Umfeld bei.
Die Ansteckungsgefahr bei Keuchhusten ist ziemlich hoch und die Infektionskrankheit kann sich über mehrere Wochen oder sogar Monate hinziehen. Teilweise kommt es zu schweren Krankheitsverläufen. Daher empfiehlt das Nationale Impfgremium eine Grundimmunisierung bereits im Säuglingsalter.
Anschließend gilt es, den Impfschutz mittels regelmäßiger Auffrischungsimpfungen aufrechtzuerhalten. Die Immunisierung ist für alle Personen empfohlen, besonders auch in der Schwangerschaft. So können werdende Mütter das Neugeborene in den ersten Lebensmonaten vor der Erkrankung schützen.
Ablauf der Impfung gegen Keuchhusten
Die Pertussis Impfung ist als Kinderimpfung im kostenfreien Impfprogramm für Kinder in Österreich enthalten. Dabei besteht die Grundimmunisierung aus drei Impfungen innerhalb des ersten Lebensjahres sowie zwei Auffrischungsimpfungen bis ins Jugendalter:
1. Impfung im Alter von 3 Monaten
2. Impfung im Alter von 5 Monaten
3. Impfung im Alter von 11 bis 12 Monaten
Die erste Auffrischungsimpfung erfolgt möglichst noch vor Schuleintritt, also im 6. Lebensjahr. Die zweite Auffrischung findet fünf Jahre darauf, spätestens jedoch im 15. Lebensjahr, statt – im Rahmen einer 4-Fach-Impfung gegen Keuchhusten, Diphtherie, Tetanus und Polio.
6-Fach-Impfung gegen Diphtherie, Tetanus, Pertussis & Co.
Für die Grundimmunisierung kommt ein Sechsfach-Impfstoff zum Einsatz. Dieser enthält neben dem Pertussis Impfstoff fünf weitere Komponenten, die Impfschutz gegen Diphtherie, Tetanus (Wundstarrkrampf), Kinderlähmung, Haemophilus influenzae Typ B und Hepatitis B bieten.
Eltern können sich für eine ausführliche Beratung jederzeit bei uns in der Ordination Glückskind melden. Dabei besprechen wir gern gemeinsam alle Fragen zur Impfung, dem Ablauf und möglichen Nebenwirkungen.
Keuchhusten-Impfung für Erwachsene
Nach den beiden Auffrischungsimpfungen im Kindes- bzw. Jugendalter empfiehlt das Nationale Impfgremium eine Auffrischung alle fünf Jahre. Diese erfolgt meist mittels 3- oder 4-Fach-Kombinationsimpfstoffen.
Besonders empfohlen wird eine Auffrischungsimpfung für folgende Gruppen:
Schwangere zwischen der 27. und 36. SSW
Personen im Umfeld von Neugeborenen
Personal im Gesundheitswesen, in Kinderbetreuungseinrichtungen oder Schulen
Menschen mit bestimmten chronischen Erkrankungen
Häufige Fragen und Antworten
Wann sollte ich mein Baby gegen Keuchhusten impfen lassen?
Die Impfung gegen Keuchhusten wird in Österreich bereits im Säuglingsalter begonnen, meist ab dem 3. Lebensmonat im Rahmen der 6-Fach-Impfung. Weitere Dosen folgen im 6. sowie im 12. bis 13. Lebensmonat, nach dem empfohlenen Impfplan. Nur so bietet die Immunisierung einen vollständigen Schutz und bewahrt Babys schon früh vor schweren Verläufen.
Warum ist Keuchhusten besonders gefährlich für Säuglinge?
Bei Säuglingen kann Keuchhusten zu schweren Atembeschwerden, Atemstillständen und Komplikationen wie Lungenentzündungen führen. Ihr Immunsystem ist noch nicht vollständig entwickelt, wodurch sie besonders anfällig für schwere Krankheitsverläufe sind. Eine frühe Impfung schützt effektiv vor diesen Risiken.
Wie oft muss man sich gegen Keuchhusten impfen?
Die Grundimmunisierung erfolgt in drei Dosen im Säuglingsalter. Später sind Auffrischungsimpfungen im Kindes- und Jugendalter empfohlen, um den Schutz aufrechtzuerhalten. Auch Erwachsene sollten bei Bedarf ihre Immunität auffrischen.
Ist man als Erwachsener gegen Keuchhusten geimpft?
Viele Erwachsene haben als Kinder die Grundimmunisierung erhalten, aber der Schutz nimmt mit der Zeit ab. Daher wird eine Auffrischimpfung für Erwachsene, besonders Schwangere oder Personen in engem Kontakt mit Säuglingen, empfohlen.
Was kostet eine Keuchhusten Impfung in Österreich?
Die Keuchhusten-Impfung ist in Österreich im Rahmen des öffentlichen Impfprogramms für Säuglinge und Kinder kostenlos. Für Erwachsene hängt es von der Krankenkasse ab, oft wird die Impfung jedoch ebenfalls übernommen.